Visual Universitätsmedizin Mainz

15. Dezember 2021

Zweiter Omikron-Fall in Rheinland-Pfalz nachgewiesen

Reisender aus Südafrika wurde positiv getestet und ist in Quarantäne – Analyse des Mainzer Sequenzierungskonsortiums durch Vollgenomsequenzierung bringt zweifelsfreies Ergebnis

Einem Konsortium zur Sequenzierung von Corona-Mutationen unter Federführung der Universitätsmedizin Mainz ist es gelungen, in einer mikrobiologischen Probe erfolgreich die Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Virus‘ nachzuweisen. Bei der positiv getesteten Person handelt es sich um einen Reisenden, der aus Südafrika kam und sich nun in Quarantäne befindet.

Damit wurde Omikron zum zweiten Mal im Bundesland Rheinland-Pfalz labordiagnostisch mit einem positiven Befund dokumentiert, nachdem bereits am Montag dieser Woche ein Fall aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich durch das Landesuntersuchungsamt bekannt gemacht worden war.

Das Mainzer Sequenzierungskonsortium ist eine interdisziplinäre Kooperation aus Wissenschaftler:innen der Universitätsmedizin Mainz, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Biotechnologie-Unternehmens StarSEQ GmbH. Im Einzelnen besteht dieses Konsortium aus den Instituten für Virologie und für Humangenetik, der Abteilung für Hygiene und Infektionsprävention, der Transfusionszentrale und dem COVID-19-Testzentrum der Universitätsmedizin Mainz. Ebenfalls dabei sind das Institut für Organismische und Molekulare Evolutionsbiologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und StarSEQ, eine Ausgründung der JGU, welche Dienstleistungen zur Analyse von Erbmaterial für Forschung und Industrie anbietet. Assoziiert sind das Spezialdiagnostik-Labor MVZ der Universitätsmedizin Mainz GmbH und das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universitätsmedizin Mainz.

In diesem Konsortium kommt das sogenannte Next Generation Sequencing zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine der modernsten Technologien zur Genomsequenzierung, die besonders hohe Geschwindigkeiten und Probendurchsätze erlaubt. Mehrere Hundert Virusgenome können dabei innerhalb von wenigen Tagen sequenziert werden. Mit Hilfe dieser Vollgenomsequenzierung können nicht nur bekannte Virusvarianten identifiziert, sondern auch neue Mutationen entdeckt werden.

 

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Bodo Plachter, kommissarischer Direktor des Instituts für Virologie, Universitätsmedizin Mainz,
E-Mail:  plachter@uni-mainz.de


Pressekontakt:
Dr. Tasso Enzweiler, Leiter Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7424, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de