Visual Universitätsmedizin Mainz

7. April 2022

Digitaler Begleiter für Patient mit Parodontitis

Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss fördert das Projekt „Paro-ComPas“ am Universitätsklinikum Heidelberg mit insgesamt 891.000 Euro / Einbindung der Patienten in Therapiemaßnahmen und Behandlung stärken
Newsbild

Entwicklung einer App für Parodontitis-Betroffene, um die Versorgungsqualität und Einbindung der Patienten in Behandlung und Therapiemaßnahmen zu verbessern. / © Universitätsklinikum Heidelberg

PRESSEMITTEILUNG DES UNIVERSITÄTSKLINIKUM HEIDELBERG

Ein digitaler Begleiter soll zukünftig Parodontitis-Patienten stärker in den Behandlungsverlauf integrieren und damit die Versorgungsqualität bei dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates (Parodont) verbessern. Das Projekt „Paro-ComPas – Companion für die Patient Journey bei Parodontitis“ unter der Leitung von Professor Dr. Dr. Stefan Listl, Sektion Translationale Gesundheitsökonomie am Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD), wird in den kommenden drei Jahren vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit insgesamt 891.000 Euro gefördert. 

Parodontitis kann unbehandelt zu Zerstörungen von Gewebe sowie Zahnausfall führen. Die Erkrankung steht darüber hinaus häufig mit weiteren Krankheitsbildern, wie der Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauferkrankungen, in Verbindung. Für eine erfolgreiche Behandlung ist eine Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtig.

Welche Bedürfnisse und Erwartungen haben die Patientinnen und Patienten in Bezug auf die Behandlung? Wie erleben sie diese? Und welchen Beitrag können sie selbst leisten, um den Verlauf zu beeinflussen? Antworten auf diese Fragen dienen als Basis für die Entwicklung einer App, die Patienten und Zahnmedizinern als digitaler Begleiter während der Behandlung dienen soll. Zusammen mit den Betroffenen, Zahnmedizinern, App-Entwicklern und wissenschaftlichen Experten soll zunächst einen Prototyp entwickelt werden, der mögliche Hindernisse in der Versorgung aufdeckt und überwinden kann.

Durch den Einsatz des Prototypen und nach Auswertungen der Daten können Rückschlüsse darüber gezogen werden, ob eine digitale Anwendung geeignet ist, um Parodontitis-Betroffene bei der Umsetzung und Einhaltung von Mundhygiene-Empfehlungen zu unterstützen sowie das Verständnis für die Erkrankung zu erhöhen und die Zusammenarbeit während der Behandlung zu stärken. Darüber hinaus können die erworbenen Erkenntnisse genutzt werden, um Hürden in der bereits bestehenden Parodontitis-Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufzuzeigen, zu beseitigen und zu verbessern. 

Die Konsortialpartner des Projekts „Paro-ComPas“ sind die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie die phellow seven GmbH. Die Universitätsmedizin Mainz ist Kooperationspartner ebenso wie die Universitätsklinika Greifswald, Hamburg-Eppendorf, Schleswig-Holstein (Kiel) und Charité – Universitätsmedizin Berlin sowie die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie.

Weitere Informationen im Internet:

Sektion Translationale Gesundheitsökonomie

Universitätsklinikum Heidelberg: Sektion Translationale Gesundheitsökonomie (uni-heidelberg.de)

Mitteilung des G-BA zum Projekt Paro-ComPas

Paro-ComPas – Companion für die Patient Journey bei Parodontitis - G-BA Innovationsfonds

Innovationsfonds des G-BA

Startseite - G-BA Innovationsfonds

Pressemitteilung des G-BA: Förderung neuer Projekte

Pressemitteilungen und Meldungen - Gemeinsamer Bundesausschuss (g-ba.de)

Bildunterschrift: Entwicklung einer App für Parodontitis-Betroffene, um die Versorgungsqualität und Einbindung der Patienten in Behandlung und Therapiemaßnahmen zu verbessern.

Bildquelle: © Universitätsklinikum Heidelberg

Wissenschaftlicher Kontakt:

Prof. Dr. Dr. Stefan Listl
Sektion Translationale Gesundheitsökonomie am UKHD
Im Neuenheimer Feld 400, 69120 Heidelberg
 Stefan.Listl@med.uni-heidelberg.de

Pressekontakt:

Universitätsmedizin Mainz
 pr@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 300.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie mehr als 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.600 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.
[Zahlen: Stand 2020]