Visual Universitätsmedizin Mainz

17. Mai 2021

Firmenausgründung der Universitätsmedizin Mainz KHR Biotech geht an den Start

Biopharma-Unternehmen zielt auf Entwicklung neuartiger Therapeutika für verschiedene Krebsarten und geht Joint Venture mit Indivumed GmbH ein
Newsbild

Foto: Universitätsmedizin Mainz / Peter Pulkowski

Die Universitätsmedizin Mainz freut sich über ein weiteres Spin-off aus ihren Reihen: das neue Biopharma-Unternehmen KHR Biotech GmbH. Die Ausgründung verfolgt das Ziel, innovative therapeutische Werkzeuge im Kampf gegen Krebs zu entwickeln. Basis für die Kooperation bilden die Forschungserfolge über das Proto-Onkogen Ras, welche der Leiter der Cell Biology Unit (CBU) der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Krishnaraj Rajalingam, patentieren ließ. Partner in diesem Joint-Venture-Projekt ist die Firma Indivumed GmbH, die eine der weltweit größten Tumorgewebe- und Tumordatenbanken unterhält und mit der die Universitätsmedizin Mainz bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Das neue Unternehmen wird die Forschung und den wissenschaftlichen Ansatz von Professor Rajalingam mit den Datenbank- und KI-Fähigkeiten von Indivumed kombinieren, um neue, auf den Ras-Signalweg zielende Krebsmedikamente schnell in die klinische Phase zu bringen.

„Mit der Gründung von KHR Biotech ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung erfolgreicher Grundlagenforschung in die praktische, klinische Anwendung für den Patienten gemacht worden. Dies entspricht genau dem Ziel des Forschungszentrums Translationale Medizin der Universitätsmedizin Mainz", erklärt der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

Der KHR Biotech-Geschäftsführer und Leiter der Cell Biology Unit der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Krishnaraj Rajalingam, betont: „Es ist großartig und ein starker Ansporn, dass unsere langjährige Forschung zu onkogenen Signalwegen nun genutzt werden kann, um die Entwicklung von Krebstherapeutika voranzutreiben und die Behandlung von Tumoren zu individualisieren. Ich freue mich darauf, in Zusammenarbeit mit Professor Juhl und dem Indivumed-Team die Translationsforschung in der Krebsmedizin weiter voranzubringen.“

„Mit Hilfe der enormen Menge an Daten und analytischen Werkzeugen, die unsere IndivuType Discovery-Lösung bereitstellt, können wir unsere schnelle Expansion in die Entwicklung von Krebsmedikamenten fortsetzen", freut sich Prof. Dr. Hartmut Juhl, CEO und Gründer von Indivumed. „Wir sind stolz darauf, Teil von KHR Biotech zu sein und mit der Universitätsmedizin Mainz und Professor Rajalingam, einem der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der onkogenen Signalwege in der Krebsforschung, zusammenzuarbeiten. Gemeinsam wollen wir Wirkstoffe entwickeln, die bei bestimmten Tumoren deregulierte Proteine hemmen, um beispielsweise Darm- und Lungenkrebs besser behandeln zu können. Ziel ist es, dass die gemeinsam entwickelten Medikamente zeitnah in die klinische Testphase eintreten sollen."

Univ.-Prof. Dr. Krishnaraj Rajalingam gilt als einer der anerkanntesten Experten auf dem Gebiet der molekularen Signalwege. Er kann zahlreiche, u. a. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Stiftungen geförderte, Forschungserfolge vorweisen, beispielweise im Rahmen des Sonderforschungsbereichs SFB 1292 „Gezielte Beeinflussung von konvergierenden Mechanismen ineffizienter Immunität bei Tumorerkrankungen und chronischen Infektionen". Zusätzlich zu seiner Leitungsfunktion bei der CBU ist er Mitglied des Forschungszentrums für Immuntherapie (FZI) und des Universitären Centrums für Tumorerkrankungen (UCT) an der Universitätsmedizin Mainz. Diese hat das auf der Forschung und Entdeckung von Professor Rajalingam basierende Patent an KHR Biotech übertragen und verschiedene betriebswirtschaftliche Vereinbarungen mit ihrer neuen Ausgründung getroffen.

 

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Krishnaraj Rajalingam,
Cell Biology Unit der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-8051, E-Mail:  krishna@uni-mainz.de

Pressekontakt:
Barbara Reinke,
Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de  


Kontakt Indivumed GmbH:
Prof. Dr. Hartmut Juhl,
Gründer und CEO Indivumed GmbH,
Telefon: 040 413383 0, E-Mail:  info@indivumed.com

Pressekontakt Indivumed GmbH:
Kristin Maack,
Senior Director Marketing & Corporate Communications, Indivumed GmbH,
Telefon: 040 413383 71, E-Mail:  press@indivumed.com

 

Über die Indivumed GmbH
Indivumed hat sich zum Ziel gesetzt, die Komplexität der Krebserkrankung für die Entwicklung personalisierter Therapien zu entschlüsseln und therapeutisch nutzbar zu machen. Unser globales klinisches Netzwerk ermöglicht es uns, Tausende von Patientendaten mit einem standardisierten Ansatz zu sammeln und zu analysieren, um die Qualität der Daten in den drei Geschäftsbereichen IndivuServ, IndivuTest und IndivuType mit unserem breiten produkt- und Serviceangebot sowie Partnerschaften zu nutzen. Die unvergleichliche Tiefe und Qualität unserer Daten – gepaart mit bioinformatischer Expertise und KI-integrierten Multi-omics Analysen in der umfassenden Datenbank – gibt uns die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen und die Krebsforschung zu beschleunigen. Für weitere Informationen besuchen Sie www.indivumed.com 


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten und jährlich mehr als 300.000 Menschen stationär und ambulant versorgen. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin sowie mehr als 600 Fachkräfte in den verschiedensten Gesundheitsfachberufen, kaufmännischen und technischen Berufen werden hier ausgebildet. Mit rund 8.600 Mitarbeitenden ist die Universitätsmedizin Mainz zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.
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