Visual Universitätsmedizin Mainz

11. Dezember 2020

Universitätsmedizin Mainz eröffnet neue Räume für das Neuroimaging Center

Zentrale Forschungsplattform bezieht Gebäude auf dem Campus der Universitätsmedizin Mainz
Newsbild

Univ.-Prof. Dr. Raffeal Kalisch, Leiter des NIC, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der UM, Dr. Denis Alt, Staatssekretär und UM-Aufsichtsratsvorsitzender und der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der UM, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann bei der offiziellen Eröffnung der neuen Räume des Neuroimaging Centers der Universitätsmedizin Mainz (v.l.n.r.); Foto: Universitätsmedizin Mainz / Thomas Böhm

Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur in Rheinland-Pfalz und Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz (UM), hat heute das neue Gebäude des Neuroimaging Centers (NIC) auf dem Campus der Universitätsmedizin Mainz unter Corona-Bedingungen eröffnet: Gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Nobert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, und Univ.-Prof. Dr. Raffael Kalisch, Leiter des NIC, durchschnitt Dr. Denis Alt das Einweihungsband vor dem neuen Forschungsgebäude.

Dr. Denis Alt äußerte sich lobend über den Aufbau neuer Forschungskapazitäten: „Ich freue mich, dass die sehr anerkannten Experten des NIC nun neue, noch bessere Räume beziehen, in denen sie hochkonzentriert ihre Forschung betreiben können, die einen wichtigen Gesellschaftsbezug aufweist, und zudem auch regionale Kooperationspartner im Bereich kognitiver Neurowissenschaften unterstützen können“, so der UM-Aufsichtsratsvorsitzende. „Mit ihrer Expertise sind die NIC-Wissenschaftler deutschlandweit führend im Bereich der Kombination von nicht-invasiven Hirnstimulationsverfahren mit multimodaler Bildgebung.“

Der UM-Vorstandsvorsitzende Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer betont: „Weltweit bieten nur wenige Standorte eine vergleichbare Forschungsumgebung: Das NIC besitzt zwei MRT-Scanner der Feldstärke 3 Tesla und eine Vielzahl an Labors für die neurowissenschaftliche Forschung und Verhaltensforschung am Menschen. Forschungsgruppen der Universitätsmedizin Mainz, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung nutzen das NIC zur Erforschung neurologischer Erkrankungen wie z. B. Multipler Sklerose, Parkinson, Depression oder Borderline-Störung – aber auch zur Erforschung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Stress (Resilienz) und zum besseren Verständnis vieler Hirnfunktionen im Zusammenhang mit Lernen, Gedächtnis und Emotionsregulation.“

Der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, hebt den profilierten Forschungsansatz einer sogenannten hirnzustandsabhängigen transkraniellen Magnetstimulation (TMS) hervor: „Dieser Ansatz wurde von Univ.-Prof. Dr. Til Ole Bergmann begründet, der kürzlich eine W2-Professur für Neurostimulation am NIC angenommen hat. Das ist ebenso erfreulich wie die Tatsache, dass die Boehringer Ingelheim Stiftung einen umfassenden Antrag für die Etablierung der sogenannten transkraniellen Ultraschallstimulation (TUS) am NIC bewilligt hat, einer neuartigen Methode, die Wissenschaftlern bislang unmögliche Einsichten in die Hirnfunktionen des Menschen erlaubt – ein beeindruckendes Beispiel für die Forschungsstärke der Universitätsmedizin Mainz. Das Neuroimaging Center in Mainz zählt zu den wenigen Forschungsinstituten weltweit, an denen eine roboter-navigierte TUS zur gezielten Neuromodulation etabliert wird.“

Der Leiter des NIC, Univ.-Prof. Dr. Raffael Kalisch, führt zur nicht-invasiven Hirnstimulation aus: „Dieses innovative Verfahren bietet die Möglichkeit, kausale Zusammenhänge und neurobiologische Wirkmechanismen auf Netzwerkebene im menschlichen Gehirn zu untersuchen und gezielt zu modulieren. Nicht-invasive Neurostimulationsverfahren wie die transkranielle Magnetstimulation leisten einen wichtigen Beitrag zur Behandlung psychischer und neurologischer Erkrankungen, wo pharmakologische und psychologische Therapieansätze an ihre Grenzen stoßen. So ist die TMS beispielsweise von der FDA in den USA bereits für die Therapie von Depressionen und Zwangsstörungen zugelassen, und ihr Einsatz bei der Neurorehabilitation nach Schlaganfällen wird derzeit aktiv erforscht.“

Das Gebäude, das heute eingeweiht wurde, soll die herausragende wissenschaftliche Position des NIC weiter festigen.

 

Weitere Informationen:

 

Bildunterschrift: Univ.-Prof. Dr. Raffeal Kalisch, Leiter des NIC, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand der UM, Dr. Denis Alt, Staatssekretär und UM-Aufsichtsratsvorsitzender und der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der UM, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, bei der offiziellen Eröffnung der neuen Räume des Neuroimaging Centers der Universitätsmedizin Mainz (v.l.n.r.);
Foto: Universitätsmedizin Mainz / Thomas Böhm

 

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Raffael Kalisch, Leitung des Neuroimaging Center der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-8419, E-Mail:  nic-koordination@unimedizin-mainz.de


Pressekontakt:

Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7424, Fax: 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.


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[Zahlen: Stand 2020]