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Hundegestützte Therapie

Dinah Schramm und ihre Hündin Ohana sind seit September 2021 ein zertifiziertes Therapiebegleithundeteam, ausgebildet nach den Inhalten der European Society for Animal Assisted Therapy (ESAAT). Das hundegestützte Therapieangebot umfasst bewusst geplante psychologische und sozialintegrative Angebote mit dem Hund für Menschen mit kognitiven, sozial-emotionalen und motorischen Einschränkungen, Verhaltensstörungen und Förderschwerpunkten. Sie beinhaltet auch gesundheitsfördernde, präventive und rehabilitative Maßnahmen.

Tiergestützte Therapien können im Einzel- und Gruppensetting stattfinden. Die Durchführung erfolgt zielorientiert anhand einer klaren Prozess- und Themenorientierung unter Berücksichtigung tierethischer Grundsätze mit anschließender Dokumentation und fachlich fundierter Reflexion.

Aktuell wird Ohana in der Gruppentherapie der Station 5 sowie im Einzelsetting auf der Station 3 sowie nach individueller Entscheidung des therapeutischen Teams und nach Vakanzen auch zusätzlich auf andere Stationen eingesetzt. Auch der Wunsch der Patienten, an der hundegestützten Therapie teilzunehmen, wird berücksichtigt. Eine Weiterbehandlung im ambulanten Setting bei einer Anbindung an die PIA ist im Einzelfall möglich.

Allgemeine Ziele und Wirkungsweisen der tiergestützten Therapie sind körperliche, kognitive, emotionale und soziale Funktionen wiederherzustellen und zu erhalten:

Körperlich:

  • Mobilisierung und Erhalt (fein)motorischer Fähigkeiten
  • Erhalt und Verbesserung der (Körper-)Wahrnehmung
  • Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Entspannung der Muskulatur

Kognitiv:

  • Aktivierung des Gedächtnisses
  • Förderung und Erhalt sprachlicher Fertigkeiten

Emotional:

  • Stärkung des Selbstwertgefühls und –vertrauens
  • Abbau von Ängsten
  • Förderung der Sensibilität für eigene Ressourcen
  • Befriedigung der Bedürfnisse nach Zuwendung, Nähe und Geborgenheit

Sozial:

  • Erlernen von sozialen Verhaltensweisen wie Rücksichtnahme, Verantwortung oder Zuverlässigkeit
  • Isolationsabbau
  • Erlernen eines angemessenen Umgangs mit einem Tier
  • eigenes Wohlbefinden zu verbessern

Die spezifischen Ziele tiergestützter Therapien orientieren sich ausgehend von der Indikationsstellung an Bedürfnissen, Ressourcen und am Störungsbild.

Durch den gezielten Einsatz eines Tieres sollen positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten der Patienten mit psychischen Störungen erzielt werden. Als therapeutisches Element wird unter anderem die nonverbale Kommunikation zwischen Mensch und Tier eingesetzt. So spiegelt unser Therapiehund beispielsweise durch ihre Reaktion das Verhalten der Patientinnen und Patienten wider. In der Klinik neu erlernte Verhaltensmuster können die Patientinnen und Patienten im direkten Kontakt mit dem Hund ausprobieren.

Kontakt

Anmeldung über das jeweilige Behandlungsteam auf Station.

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