Visual Universitätsmedizin Mainz

Hodenhochstand-/fehllage

Im Laufe der fetalen Entwicklung wandern die Hoden durch den Leistenkanal in den Hodensack. Bei der termingerechten Geburt liegt der Hoden bei den meisten Jungen skrotal.
Liegt ein Pendel- oder Gleithoden vor, so lässt sich der Hoden in den Hodensack herunterziehen, gleitet aber gelegentlich oder immer wieder zurück in den Leistenkanal. Lässt sich der Hoden nur in der Leiste oder gar nicht tasten, so besteht ein Leisten- oder Bauchhoden.
Bis auf den Pendelhoden, den ein erfahrener Arzt dennoch regelmäßig beurteilen sollte, besteht in allen anderen Fällen Behandlungsbedarf. Hierbei ist sehr wichtig, dass die Behandlung frühzeitig, d.h. spätestens am 1. Geburtstag eingeleitet oder abgeschlossen ist, um spätere Beeinträchtigungen der Fortpflanzungsfähigkeit zu vermeiden.

Informationen zum Hodenhochstand

› AWMF-Leitlinien: Hodenhochstand - Maldescensus testis