Visual Universitätsmedizin Mainz

Neuroblastome

Die Neuroblastome gehören zu der Gruppe der neuroblastischen Tumoren (benigne Ganglioneurome, Ganglioneuroblastome und Neuroblastome). Sie entstehen aus pluripotenten primitiven sympathischen Zellen, die ihren Ursprung in der Neuralleiste haben. Ca. 120 - 160 Kinder entwickeln jährlich ein Neuroblastom. Ein Drittel der Neuroblastome wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen (U2 - U6) entdeckt.
Die Diagnostik erfolgt mittels bildgebender Verfahren (Sonographie, CT bzw. MRT). Die Operation dient der Sicherung der Diagnose und sie ist bei lokalisierten Tumoren kurativ. Die Chemotherapie ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie und erfolgt Stadien-angepasst. Unter Umständen ist eine Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender Knochenmarks- und Stammzelltransplantation notwendig. Die Prognose ist abhängig vom Stadium und vom Alter. Säuglinge haben eine deutlich bessere Prognose. Im Stadium I und II liegt die Heilungsrate bei über 90%. Liegen Metastasen vor oder sind die Kinder älter als 2 Jahre ist die Prognose deutlich schlechter.