Visual Universitätsmedizin Mainz

Robotisch assistierte, laparoskopische Operationen an der Universitätsmedizin Mainz

 

Liebe Patientinnen und Patienten,

die robotisch assistierte, laparoskopische Operationstechnik nimmt einen immer größeren Stellenwert in der modernen operativen Medizin ein. Immer mehr Kliniken in Deutschland bieten dieses Verfahren an. Erstmals entwickelt für das amerikanische Militär wurde es 1997 durch die kalifornische Firma Intuitive Surgical als offiziell zugelassenes Medizinprodukt mit dem Namen daVinci® Surgical System vermarktet. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das System immer weiter. Das Fachgebiet der Urologie war dabei maßgeblich beteiligt und auch heute wird das daVinci® Surgical System am häufigsten in der Urologie verwendet. Somit kann die Fachgesellschaft der Urologie auf den größten Erfahrungsschatz auf dem Gebiet der robotischen Chirurgie setzen. 

An der Universitätsmedizin Mainz bieten wir dieses System bereits über 10 Jahre an und verfügen über das neueste Modell (daVinci® Xi) der robotischen Operationssysteme auf dem Markt. Das Therapieangebot der Urologischen Klinik umfasst u.a. folgende Operationen:

  • Prostatektomie
  • Zystektomie mit Harnableitung (Neoblase, Ileum-Conduit)
  • Nierentumorenukleation
  • Nephrektomie bzw. Nephroureterektomie
  • Lymphadenektomie
  • Nierenbeckenplastik
  • Sakrokolpopexie

Auf Grundlage der jährlichen Fallzahlen sowie der jahrelangen Erfahrung zählen wir zu den größten urologischen Einrichtungen in Deutschland.

Operationstechnik

Die robotisch assistiere, laparoskopische Operationstechnik ist ein minimalinvasives Operationsverfahren, bei dem die Instrumente des Roboters über Zugangsröhrchen am Bauch in den Körper eingebracht werden. Der Roboter verfügt über 4 individuell steuerbare Arme, welche insgesamt 7 Freiheitsgrade haben. Der Operateur lenkt diese Instrumente über eine Konsole, welche über eine 3-dimensionale-Kameraoptik (bis zu 40-fachem Zoom) sowie eine extrem sensible Steuerung verfügt (mit Ausgleich natürlichen Zitterns), sodass winzige Bewegungen zitterfrei möglich sind.

Der Operateur behält IMMER die Steuerungsgewalt über den Roboter, er operiert also nicht von selbst. Das restliche Operationsteam besteht aus einem Assistenten, welcher über weitere Zugangsröhrchen Spülen und Absaugen sowie Proben und Materialien entgegennehmen kann. Alle Instrumente des Roboters können individuell, je nach Situation ausgetauscht und gewechselt werden. Auch dies wird vom Assistenten übernommen.

Vorteile

Mithilfe der minimalinvasiven Technik ist die Wundheilung an der Bauchwand deutlich schneller, sodass die Patienten früher mobilisiert werden können und die Krankenhausaufenthaltsdauer dadurch maßgeblich verkürzt. Bei der radikalen Prostatektomie reduzierte sich der stationäre Krankenhausaufenthalt dadurch auf nur 5-6 Tage.

Doch auch das intraabdominelle Operationsergebnis ist besonders bei feinen und präzisen Arbeitsschritten verbessert, da die Übersicht (3D-Optik) und Beweglichkeit (7 Freiheitsgrade der Roboterarme) besonders in engen Räumen (Becken, Retroperitoneum) mit dem daVinci® Roboter überlegen ist.

Ein weiterer großer Vorteil der robotischen Operationstechnik ist die steile Lernkurve, aufgrund der intuitiven Bedienbarkeit, dem großen Angebot an Trainingssimulationen sowie der direkten Anleitung durch einen erfahrenen Chirurgen an einer weiteren Konsole.

Nachteile

Je nach Operationssystem fallen hohe Kosten für die Anschaffung, Wartung und Verbrauchsmaterialien des daVinci® Robotersystems an. Grundsätzlich sind 1,5 – 2 Millionen Euro in der Anschaffung und 150.000 Euro in der Wartung und Instandhaltung zu kalkulieren. Ja nach Operationsart kommen pro Operation noch mehrere Hundert bis Tausend Euro an Verbrauchsmaterialien hinzu. Diese hohen Kosten werden allerdings nicht auf die Patienten umgelegt, sondern werden mit dem Budget der jeweiligen Behandlungspauschale verrechnet. Somit kommen keine zusätzlichen Kosten oder Privatleistungen auf Sie zu.

 

 

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